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Landsmannschaft der Buchenlanddeutschen (Bukowina)

Ute Frank

(Landesvorsitzende)
Gautinger Str. 28
82132 Stockdorf
Tel./Fax (089) 8574197
E-Mail


Geschichte

14.-17. Jahrhundert 

Eine kleine Gruppe deutscher Handwerker und Kaufleute lebt im Fürstentum Moldau. Diese Gruppe verschwand aufgrund von Kriegen, Seuchen und allmählicher Assimilation im im Verlauf des 17. Jhdts. vollständig.

1774 - 1918: Die Bukowina unter der Herrschaft der Habsburger

1774 / 1775

Die Habsburger annektieren das spärlich von Huzulen, Ruthenen, Rumänen, Armeniern, Polen und Juden besiedelte Gebiet der nordwestlichen Moldau. Seitdem wird es Bukowina oder Buchenland genannt.

1774 - 1786 

Die planmäßige, aber in Teilen auch spontane Ansiedlung von deutschen Handwerkern und Bauern in bestehende Ortschaften setzt verstärkt ein. Sie stammen aus der Zips (Oberungarn), dem Banat, Galizien (Protestanten), der Rheinpfalz, aus den badischen und hessischen Fürstentümern sowie aus verarmten Regionen des Böhmerwaldes (Zips). Bevölkerungszuwachs und Landmangel führen zur Gründung von Tochtersiedlungen in Galizien, Bessarabien und der Dobrudscha.

19. Jhdt.

Das sich entwickelnde deutsche Bürgertum gehört zur geistigen und politischen Elite des Landes: Amts- und Bildungssprache ist überwiegend das Deutsche, das besonders von den Oberschichten übernommen wird.

Nach 1840

Landmangel führt zur Verelendung auch der deutschen bäuerlichen Unterschichten, so dass nach 1850 ein Teil nach Amerika auswandert.

1849 - 1851 und 1863 - 1918

Die Bukowina besteht als eigenes Kronland innerhalb der habsburgischen Monarchie. Im Vergleich mit den anderen österreichischen Kronländern beibt die Bukowina eine vornehmlich Rohstoffe liefernde, eher unterentwickelte Provinz an der Peripherie des Reiches.

1875

Gründung der Universität Czernowitz. Die östlichste deutschsprachige Universität bestand bis 1920.

1910 / 1911

Der Bukowiner Ausgleich (politischer Ausgleich zwischen den in der Bukowina lebenden Völkern in den Fragen der Landesselbstverwaltungsorgane und der politischen Vertretung im Landtag) zwischen den Vertretern der verschiedenen Nationen.

1914 - 1918

Die Gesamtbevölkerung der Bukowina behält grundsätzlich ihre Loyalität zur österreich-ungarischen Monarchie

1918 - 1940: Unter rumänischer Herrschaft

1918 - 1919

Nach dem Ende des Ersten Weltkriegs und der Auflösung Österreich-Ungarns wurde die Bukowina gegen den Willen der Mehrheit der Bevölkerung Rumänien angegliedert. In der Folge wurden Rumänisierungsmaßnahmen gegen nichtrumänische Vereine, Kultureinrichtungen und Schulen durchgeführt, die die eigenständige deutsche Kultur der Bukowina unterdrücken sollten.

1918 - 1940

Die Auseinandersetzungen zwischen den Nationalitäten, die vor allem die intellektuellen Schichten austragen, führt zur Auswanderung von Deutschen, Juden und Angehörigen der Eliten anderer Nationen. Die politischen Vertreter der Deutschen suchen finanzielle und politische Hilfe im Deutschen Reich.

1933-1938 / 1940

Einige deutsche Vereine und Organisationen widersetzen sich der Propaganda des Dritten Reiches und der nationalsozialistisch ausgerichteten "Erneuerungsbewegung".

ab 1938

Durch die Repressionen des rumänischen Staates, die schlechte Wirtschaftssituation und die einseitige nationalsozialistische Propaganda entsteht unter der deutschen Bevölkerung eine pro-reichsdeutsche Stimmung. Dadurch steigt bei vielen die Aussiedlungsbereitschaft.

1940 - 1944: "Heim ins Reich"


Als 1939 Deutschland mit der Sowjetunion vor Ausbruch des Zweiten Weltkriegs den Hitler-Stalin-Pakt schloss, wurde - ohne dass die Betroffenene etwas davon wussten - das Ende der Deutschen in der Bukowina besiegelt. In einem geheimen Zusatzprotokoll wurde u.a. vereinbart, dass der nördliche Teil der Bukowina bei einer territorialen Neuordnung in Osteuropa an die UdSSR fallen und die deutschen Bevölkerungsgruppen zwangsweise umgesiedelt werden sollten. Aufgrund dieser Abmachung okkupierte 1940 die Sowjetunion den nördlichen Teil des Landes. Das Dritte Reich siedelte fast die gesamte deutsche Bevölkerung, rund 96.000 so genannte Volksdeutsche, u.a. ins besetzte Polen um, wo die Umsiedler häufig mit enteigneten Höfen entschädigt wurden.

1941 - 1944

Die gesamte Bukowina ist rumänisch. Ermordung des Großteils der jüdischen Bevölkerung (30 Prozent der Bevölkerung) der Bukowina im Rahmen des Holocaust durch das Deutsche Reich und Rumänien.

1944 bis heute: Flucht, Vertreibung und Neuanfang

Als 1944/45 die russische Front näher rückte, flüchteten die Bukowinadeutschen wie die übrige in Ostdeutschland lebende deutsche Bevölkerung nach Westen.

Nach 1945: Die noch rund 7500 in der Bukowina verbliebenen Deutschen siedelten in die Bundesrepublik Deutschland aus. Die Existenz einer deutschen Bevölkerungsgruppe in der Bukowina gehört damit bis auf wenige Einzelpersonen der Vergangenheit an.

In der Nachkriegszeit integrierten sich die Bukowinadeutschen, wie andere Heimatvertriebene, in die Bundesrepublik Deutschland oder die Deutsche Demokratische Republik. Ein Teil der Bukowinadeutschen wanderte nach Übersee aus. Durch regelmäßig stattfindende Treffen wurde der Zusammenhalt und die Erinnerung an die verlorene Heimat wachgehalten.



Alle Angaben ohne Gewähr
aus http://de.wikipedia.org/wiki/Bukowinadeutsche

Weiter Informationen zur Bukowina unter http://de.wikipedia.org/wiki/Bukowina  und zu den Buchenlanddeutschen unter http://bund-der-vertriebenen-hessen.de/page_heimat_buchen.html.